Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen angezeigt.

Link zu dieser Vergleichsansicht

Nächste Überarbeitung
Vorhergehende Ăśberarbeitung
wert [2025/11/08 10:03] – angelegt sehpferdwert [2025/12/02 16:20] (aktuell) – [Nahezu alle Vorgänge zwischen Nehmern und Gebern laufen ähnlich ab] sehpferd
Zeile 3: Zeile 3:
  
 ===== Was sind Emotionen fĂĽr Geber und Nehmer wert? ===== ===== Was sind Emotionen fĂĽr Geber und Nehmer wert? =====
 +{{ :geber_und_nehmer_transfer.jpg |}}
  
 Der Wert einer Ware ergibt sich aus Angebot und Nachfrage – das haben die meisten von uns einmal gelernt. Im Alltag ist das Preisschild sichtbar, sodass wir genau wissen, was wie geben mĂĽssen, um die Ware mitzunehmen.  Der Wert einer Ware ergibt sich aus Angebot und Nachfrage – das haben die meisten von uns einmal gelernt. Im Alltag ist das Preisschild sichtbar, sodass wir genau wissen, was wie geben mĂĽssen, um die Ware mitzunehmen. 
  
-Bei „psychischen Werten“ und anderen â€¦ ist die Sache nicht so klar: Wir wissen nicht was „es wert ist“, sondern nur „was es uns wert ist“. Wie bekannt, ist die „Eule des einen die Nachtigall des anderen“. Was konkret heiĂźt: Eine Emotion, die fĂĽr einen Menschen sehr wertvoll sein kann, könnte fĂĽr einen anderen Menschen so gut wie keinen Wert haben. +Bei „psychischen Werten“ und anderen absrakten Werten ist die Sache nicht so klar: Wir wissen nicht was „es wert ist“, sondern nur //„was es uns wert ist“//. Wie bekannt, ist die „Eule des einen die Nachtigall des anderen“. Was konkret heiĂźt: Eine Emotion, die fĂĽr einen Menschen sehr wertvoll sein kann, könnte fĂĽr einen anderen Menschen so gut wie keinen Wert haben. 
  
-Als Beispiel nehme ich hier einmal Komplimente. Sie sind fĂĽr die „Geber“ sehr „billig“, weil sie das eigene „Emotionskonto“ nicht belasten. FĂĽr die Nehmer(innen) können sie jedoch von auĂźerordentlicher Bedeutung sein – oder auch weitgehend bedeutungslos. Woher mag das kommen? +===== Komplimente als Beispiel ===== 
 + Â 
 + 
 +Als Beispiel nehme ich hier  **Komplimente.** Sie sind fĂĽr die „Geber“ sehr „billig“, weil sie das eigene „Emotionskonto“ nicht belasten. FĂĽr die Nehmer(innen) können sie jedoch von auĂźerordentlicher Bedeutung sein – oder auch weitgehend bedeutungslos. Woher mag das kommen? 
  
 Bevor ein Impuls die Emotionen eines Menschen „anspricht“ gehen sie im Gehirn durch ein „Vorzimmer“, in dem entscheiden wird, ob ein GefĂĽhl ĂĽberhaupt „durchgelassen“ wird. Das gilt fĂĽr alle GefĂĽhle, aber ich bleibe mal bei jenen, die durch Komplimente ausgelöst werden.  Bevor ein Impuls die Emotionen eines Menschen „anspricht“ gehen sie im Gehirn durch ein „Vorzimmer“, in dem entscheiden wird, ob ein GefĂĽhl ĂĽberhaupt „durchgelassen“ wird. Das gilt fĂĽr alle GefĂĽhle, aber ich bleibe mal bei jenen, die durch Komplimente ausgelöst werden. 
  
-Das Vorzimmer weist Komplimente zurĂĽck, wenn sie offensichtlich „unstimmig“ sind. Manchmal wird eine Transaktion daraus.  +  - Das Vorzimmer weist Komplimente zurĂĽck, wenn sie offensichtlich „unstimmig“ sind. Manchmal wird eine Transaktion daraus.  
-Es ignoriert Komplimente, die fĂĽr die eigene Persönlichkeit keinen Wertzuwachs bedeuten.  +  Es ignoriert Komplimente, die fĂĽr die eigene Persönlichkeit keinen Wertzuwachs bedeuten.  
-Ist der Wert offensichtlich hoch genug, so werden sie dem Emotionskonto hinzugefĂĽgt, ohne dass daraus eine Transaktion entsteht. +  Ist der Wert offensichtlich hoch genug, so werden sie dem Emotionskonto hinzugefĂĽgt, ohne dass daraus eine Transaktion entsteht. 
-Wenn der Wert sehr hoch ist und das Emotionskonto dadurch erheblich bereichert wird, kommt es zu einer Transaktion. Zum Beispiel bedenkt sich der Empfänger fĂĽr das schöne Kompliment. +  Wenn der Wert sehr hoch ist und das Emotionskonto dadurch erheblich bereichert wird, kommt es zu einer Transaktion. Zum Beispiel bedenkt sich der Empfänger fĂĽr das schöne Kompliment. 
  
 Ich will dies zum besseren Verständnis noch weiter ausfĂĽhren. Unser Gehirn schĂĽtzt sich vor „minimalen“ Impulsen von auĂźen. Was durchdringt, muss also „von Wert“ sein. Minimale Veränderungen (kleine, bekannt Steigerungen der psychischen Werte) werden ebenso ignoriert wie kleine Verluste. Größere Gewinne werden mit Wohlwollen entgegengenommen und mit Dank belohnt.  Ich will dies zum besseren Verständnis noch weiter ausfĂĽhren. Unser Gehirn schĂĽtzt sich vor „minimalen“ Impulsen von auĂźen. Was durchdringt, muss also „von Wert“ sein. Minimale Veränderungen (kleine, bekannt Steigerungen der psychischen Werte) werden ebenso ignoriert wie kleine Verluste. Größere Gewinne werden mit Wohlwollen entgegengenommen und mit Dank belohnt. 
Zeile 24: Zeile 27:
 Die schlechteste Bewertung bekommen falsche Komplimente, wenn sie als solche erkannt werden. Manche Personen stellen den „Geber“ dann zur Rede. In der höflichsten Form sagt man zum Beispiel in England: „Ich betrachte dies als Kompliment (aber) … dann folgt eine Erklärung, warum die Person das Kompliment ablehnt.  Die schlechteste Bewertung bekommen falsche Komplimente, wenn sie als solche erkannt werden. Manche Personen stellen den „Geber“ dann zur Rede. In der höflichsten Form sagt man zum Beispiel in England: „Ich betrachte dies als Kompliment (aber) … dann folgt eine Erklärung, warum die Person das Kompliment ablehnt. 
  
-Was ich hier am Beispiel erläutert habe, trifft auf alle Transaktionen zwischen Gebern und Nehmern zu. Sie zeigt zugleich, dass beim Geben und Nehmen nur eine Person einen Gewinn einstreicht, beide Gewinnen oder niemand etwas gewinnt. + 
 +===== Nahezu alle Vorgänge zwischen Nehmern und Gebern laufen ähnlich ab ===== 
 + 
 + 
 +Was ich hier am Beispiel erläutert habe, trifft auf alle [[Transaktion]]en zwischen Gebern und Nehmern zu. Sie zeigt zugleich, dass beim Geben und Nehmen entweder nur eine Person einen Gewinn einstreicht, beide Gewinnen oder niemand etwas gewinnt. 
  
 Im Bereich der engen, intimen Beziehungen kann sowohl das Geben wie auch das Nehmen einen Gewinn bedeuten, weil jeder zugleich Geber und Nehmer ist. Solche Konstellation mehren das individuelle GlĂĽck beider Partner und in der Gesamtsicht auch das des Paares.  Im Bereich der engen, intimen Beziehungen kann sowohl das Geben wie auch das Nehmen einen Gewinn bedeuten, weil jeder zugleich Geber und Nehmer ist. Solche Konstellation mehren das individuelle GlĂĽck beider Partner und in der Gesamtsicht auch das des Paares. 
  
 Das gilt ebenso fĂĽr gut ausgehandelte, etwas gleichwertige Gewinne fĂĽr beide Partner im Berufs- oder Geschäftsleben. In diesem Fall spricht man gerne von Win-win-Situationen.  Das gilt ebenso fĂĽr gut ausgehandelte, etwas gleichwertige Gewinne fĂĽr beide Partner im Berufs- oder Geschäftsleben. In diesem Fall spricht man gerne von Win-win-Situationen. 
 +
 +[[geber und nehmer|{{:zur_geber_und_nehmer.jpg?200}}]] 
 +
 +[[start|{{:zurueck.jpg?200}}]] 
 +
 + //[[wa2c3uoafagg@sxb1plzcpnl489850.prod.sxb1.secureserver.net|sehpferd]] 2025/11/04 17:59//
 +
  


Alle Beiträge © 2007 - 2026 by liebesverlag.de und sehpferd.de

Kritisches Blog zu Liebe und Parterschaft
Liberales Meinungsblog, Stammblog von "sehpferd"
Kontaktseite, Impressum und Telefon-Nummer
Datenschutzerklärung