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Eines der angeblichen Geheimnisse der Partnersuche kann jeder von uns selbst aufdecken: Je mehr gute Eigenschaften du hast, umso mehr Interessentinnen oder Interessenten gibt es für dich. Damit ziehst du zwei Gruppen an: Nehmer(innen), die ihre wenig gute Eigenschaften haben, aber gute Blender(innen) sind. Das ist die schlechte Nachricht.
Die gute Nachricht besteht darin, dass du in diesem Fall auch andere Geber(innen) auf dich aufmerksam machst, die nicht in Konkurrenz zu dir stehen. Eine Faustregel sagt: Die besten „Passungen“ entstehen, wenn du bestimmte Gebereigenschaften hast, und der Partner oder die Partnerin ähnlich gute Eigenschaften hat, aber auf anderen Gebieten,
Der Vorteil daran ist: Wenn Geber einander erkennen, dann wissen sie auch ungefähr, was sie haben, was sie noch gebrauchen können. Und sie wissen auch, wie sie ihre „Emotionskonten“ immer wieder füllen können.
Wer nach vielen guten Eigenschaften sucht, aber selbst kaum welche zu bieten hat, steht immer mit „Schlagseite“ im Leben. Diese Unzulänglichkeit führt oft dazu, dass solche Kandidatinnen oder Kandidaten gemieden werden. Das liegt daran, dass die „gewöhnlichen Menschen“ sich zurückziehen und sich sagen: „So viel, wie diese Person erwartet, kann ich nie bieten.“
Sowohl die „Anspruchsvollen“, also diejenigen, die viele Wünsche haben, wie auch jene, die sich zurückziehen, sind „Nehmer(innen)“. Und sie sitzen in der Falle, die sie selbst aufgestellt haben.
Jeder vernünftige Nehmer müsste sich nun eigentlich fragen: Wie komme ich da wieder heraus?
Schön, dass du fragst.
Zunächst haben alle diese Fallen eine wunderbare Einrichtung: Du kommst auf dem gleichen Weg hinaus, auf dem du hereingekommen bist. Wenn du zu viel Wünsche hattest, dann:
- Konzertiere dich auf die Wünsche, die unbedingt erfüllt werden sollen. („Dies muss sein“). - Benenne deine Wünsche, die der Partner außerdem erfüllen soll (Wäre schön, wenn er/sie das könnte).
Nun mal halt – das wird dir jeder halbwegs kompetente Berater sagen. Ich setzte aber noch einen Satz dazu:
- In was bist du selber wirklich gut? Was kannst du geben, ohne etwas zu verlieren? Mach es sofort – du verlierst gar nichts dabei, aber du wirst Gebereigenschaften in dir erkennen – und manchen Ballast über Bord werfen. Das tut dir gut, also probiere es aus.
- Zunächst: Halte dich von allen fern, die nichts als Forderungen im Angebot haben. (Meide Anspruchsteller). - Werde dir darüber klar, welche Eigenschaften ein Mensch, der mit dir leben soll, mindestens haben sollte. Und jetzt? Tief durchatmen, bitte!
- Du hast doch sicher einige Eigenschaften, die wirklich gut sind, oder? Was möchtest du davon anbieten? Welche dieser Eigenschaften könnten andere interessieren? Fang gleich an – du hast nichts zu verlieren. Jedes Argument für dich als „neuen Geber“ kann zählen.
Diese Ratschläge haben sich außerordentlich bewährt, und das kann man in einem einzigen Satz sagen: Sobald andere Menschen erkenne, dass du etwas geben kannst und auch willst, sind sie offener für deine eigenen Wünsche. Der Satz: „Wenn Geber zu Gebern kommen, erstehet eine Win-win-Situation“, ist dann wesentlich leichter zu erfüllen.